Prof. Dr. Gudrun M. König
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Biografie
Prof. Dr. Gudrun M. König studierte Empirische Kulturwissenschaft, Soziologie und Politikwissenschaft an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Wissenschaftliches Volontariat und Ausstellungstätigkeit am Württembergischen Landesmuseum Stuttgart. 1992/93 Stipendiatin am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen, 1994 Dissertation zur Kulturgeschichte des Spaziergangs.1995 bis 2007 wissenschaftliche Angestellte und Assistentin am Ludwig-Uhland-Institut der Eberhard-Karls-Universität Tübingen; Margarete von Wrangell-Habilitationsstipendiatin; 2004 Habilitation zur Konsumkultur um 1900. Lehrte an den Universitäten Basel, Tübingen und Dortmund. 2007 Gastprofessur an der Universität Göttingen abgelehnt und Ruf an die Technische Universität Dortmund angenommen, seitdem Professorin am Institut für Kunst und Materielle Kultur.

Schwerpunkte
Kulturgeschichte, Geschlechtergeschichte sowie materielle, vestimentäre und visuelle Kultur.

Veröffentlichungen zur Kulturgeschichte der Natur, zur Fotogeschichte im Nationalsozialismus, zur Geschichte der Konsumkultur sowie zur musealen Sammlungsgeschichte.
Einzel- und Herausgeberschriften
2010
Medien der Mode (hg. mit Gabriele Mentges). Berlin (im Druck).

2009
Konsumkultur. Inszenierte Warenwelt um 1900. Wien u.a.

2007

(Hg.) Anschauungsmaterial: Sachgeschichte als Fachgeschichte. Tübingen 2007.

2006
Ein Aufklärer des Alltags. Der Kulturwissenschaftler Hermann Bausinger im Gespräch mit Wolfgang Kaschuba, Gudrun M. König, Dieter Langewiesche, Bernhard Tschofen. Wien u.a.

2005

(Hg.) Alltagsdinge. Erkundungen der materiellen Kultur (Tübinger kulturwissenschaftliche Gespräche; 1). Tübingen 2005. Download: http://www.tvv-verlag.de/tvv-07-4.html

2002
Gottfried Korff: Museumsdinge deponieren – exponieren (hg. mit Martina Eberspächer; Bernhard Tschofen). Wien, Köln, Weimar 2002; 2. Auflage 2007.

2001
Volkskunde '00. Fachidentität und Hochschulreform (hg. mit Gottfried Korff). Hochschultagung der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde im Herbst 2000. Tübingen 2001.

1999
Völkische Posen, volkskundliche Dokumente. Hans Retzlaffs Fotografien 1930 bis 1945 (hg. mit Ulrich Hägele). Marburg 1999.

1996
Eine Kulturgeschichte des Spazierganges. Spuren einer bürgerlichen Praktik 1780-1850. (Kulturstudien, Bibliothek der Kulturgeschichte; Bd. 31). Wien, Köln, Weimar 1996.

Aufsätze (Auswahl)
2010
Die Fabrikation der Sichtbarkeit. Konsum und Kultur um 1900. In: Heinz Drügh, Christian Metz, Björn Weyand (Hg.): Warenästhetik. Neue Perspektiven auf Konsum, Kultur und Kunst. Frankfurt/Main (im Druck).

Der Auftritt der Waren. Verkehrsformen der Dinge zwischen Warenhaus und Museum. In: Hartmut Böhme, Johannes Endres (Hg.): Der Code der Leidenschaften. Fetischismus in den Künsten. Paderborn (im Druck).

Stichwort Spaziergang. In: Enzyklopädie der Neuzeit (im Druck).

2009
Bilden oder Ausbilden? Universitäre Perspektiven der Museumsberatung. In: Barbara Christoph, Günter Dippold (Hg.): Museumsberatung. Chancen, Möglichkeiten und Grenzen (Banzer Museumsgespräche; 1). Bayreuth, S. 107-120.

Orte und Gefühle. Zur Kulturgeschichte des Spaziergangs. In: Evamarie Blattner, Karlheinz Wiegmann (Hg.): Stadtbild – Weltbild. Tübinger Stadtansichten des 16. bis 19. Jahrhunderts. Tübingen, S. 65-73.

Wie sich die Disziplin denkt. Europäische Ethnologie zwischen Kulturanalyse und Sachkulturforschung. In: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde, LXIII /112, Heft 3,
S. 305-319.

Warenhorizonte. Urbanität in der Provinz. In: Matthias Theodor Vogt u.a. (Hg.): Peripherie in der Mitte Europas (= Schriften des Collegium Pontes; Bd. 2). Frankfurt/M., S. 261-281.

2008
Wissen und Geschlecht zwischen akademischer Forschung und universitärer Praxis. Podiumsdialog und Resümee (gem. mit Katharina Eisch-Angus). In: Elisabeth Timm, Klara Löffler (Hg.): Wissen und Geschlecht. Beiträge der 11. Arbeitstagung der Kommission für Frauen- und Geschlechterforschung der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde, Wien, S. 201-211.

Heimatdesign. In: Kulturaustausch. Zeitschrift für internationale Perspektiven 58 (2008), 4, S. 66-68.

2007

Gebrauchsanweisung für Deutschland – Strategien nationaler Selbstdarstellung. In: Social Geography Discussions, 3, 159-182, 2007; open discussion bis Anfang Mai 2007.

Das Geschlecht der Dinge. Strategien der Sichtbarmachung in der materiellen Kultur. In: Ingrid Hotz-Davies, Schamma Schahadat (Hg.): Ins Wort gesetzt, ins Bild gesetzt. Gender in Wissenschaft, Kunst und Literatur. Bielefeld 2007 (im Druck).

2006
Faszination und Feindschaft: Zur Warenhausgeschichte vor 1933. In: Reinhard Johler u.a. (Hg.): Die kulturelle Seite des Antisemitismus. Tübingen.

2005
Die Erziehung der Käufer: Konsumkultur und Konsumkritik um 1900. In: VOKUS, 15. Jg. 1 (2005), S. 39-57.
Volltext: http://www.uni-hamburg.de/volkskunde/Texte/Vokus/2005-1/vokus2005-1_s39-57.pdf

Dinge zeigen. In: Gudrun M. König (Hg.): Alltagsdinge. Erkundungen der materiellen Kultur. Tübingen 2005, S. 9-28.

2004
Stacheldraht: Die Analyse materieller Kultur und das Prinzip der Dingbedeutsamkeit. In: Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften, 15. Jg. 4 (2004), S. 50-72.

Das Konservenzeitalter, die Industrialisierung des Geschmacks und das Warenhaus. In: Patricia Lysaght/Christine Burckhardt-Seebass (Hg.): Changing Tastes. Food culture and the processes of industrialization. Basel 2004, S. 269-286.

2003
Sammeln für die Wissenschaft. Volkskundliche Dokumente in völkischer Pose. In: LUI (Hg.): Die Studienprojekte am Ludwig-Uhland-Institut. Tübingen, S. 43-48.

Auf dem Rücken der Dinge. Materielle Kultur und Kulturwissenschaft. In: Kaspar Maase/ Bernd Jürgen Warneken (Hg.): Unterwelten der Kultur. Themen und Theorien der volkskundlichen Kulturwissenschaft. Köln, Wien, Weimar 2003, S. 95-118.

Neuheiten, Novitäten, Nouveautés. Zur konsumkulturellen Ordnung der Dinge. In: Silke Göttsch/Christel Köhle-Hezinger (Hg.): Komplexe Welt. Kulturelle Ordnungssysteme als Orientierung. 33. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde, Jena 2001. Münster u.a. 2003, S. 343-353.


2001
Die Gestalt der Menge. Zur Stadtwahrnehmung am Ausgang des 18. Jahrhunderts. In: Ruth-Elisabeth Mohrmann (Hg.): Städtische Volkskultur im 18. Jahrhundert. Köln, Weimar, Wien 2001, S. 35-48.

Im Bann der Dinge. Geschmackserziehung und Geschlechterpolitik. In: Kaspar Maase; Wolfgang Kaschuba (Hg.): Schund und Schönheit. Populäre Kultur um 1900. Köln, Weimar, Wien 2001., S. 343-377.

Jüdische Kommerzienräte und die Titelkaufdebatte. In: Freddy Raphaël (Hg.): "Das Flüstern eines leisen Windes..." Beiträge zur Kultur und Lebenswelt europäischer Juden. Konstanz 2001, S. 325-344.

Die Moralisierung der Dinge. Transformationen der Konsumkultur um 1900. In: Siegfried Becker u.a. (Hg.): Volkskundlliche Tableaus. Münster, New York, München, Berlin 2001, S. 275-285.

2000
Zum Warenhausdiebstahl um 1900. Über juristische Definitionen, medizinische Interpretamente und die Geschlechterforschung. In: Gabriele Mentges, Ruth E. Mohrmann, Cornelia Foerster (Hg.): Geschlecht und materielle Kultur. Frauen-Sachen, Männer-Sachen, Sach-Kulturen. Münster 2000, S. 49-66.

Zum Lebenslauf der Dinge. Autobiographisches Erinnern und materielle Kultur. In: Hermann Heidrich (Hg.): SachKulturForschung. Bad Windsheim 2000, S. 72-85.

1999
"Visual History" oder Hans Retzlaff (1902-1965) im Kontext einer volkskundlich-kulturwissenschaftlichen Fotogeschichte. Nachlese zu einem Studienprojekt (mit Ulrich Hägele). In: Tübinger Korrespondenzblatt Nr. 51, Dezember 1999, S. 32-46.

Der gute schlechte Geschmack. Geschlechterdiskurse und Konsumkritik um 1900. In: Christel Köhle-Hezinger, Martin Scharfe, Rolf Wilhelm Brednich (Hg.): Männlich. Weiblich. Zur Bedeutung der Kategorie Geschlecht in der Kultur. New York, München, Berlin 1999, S. 414-424.

Eine Etappe der volkskundlichen Fotogeschichte (mit Ulrich Hägele). In: König/Hägele (Hg.): Völkische Posen, volkskundliche Dokumente. Hans Retzlaffs Fotografien 1930 bis 1945. Marburg 1999, S. 9-39.

1998
Der gute schlechte Geschmack. Konsumkritik um 1900. In: Universitas. Zeitschrift für interdisziplinäre Wissenschaft 2/98, S.129-139.

1996
Stadtgeschichte und Konstruktion der Geschlechter. Eine Forschungsskizze am Beispiel des Tübinger Marktplatzes. In: Tübinger Korrespondenzblatt Nr. 47, September 1996, S. 55-70.

Frei vom Gängelband? Zum Wandel bürgerlicher Bewegungsweisen. In: Hessische Blätter für Volks- und Kulturforschung, N. F. Bd. 31. 1996, S. 75-88.

Ausgegrenzt und einverleibt. Zum bürgerlichen Umgang mit Landschaft um 1800. In: Hans Werner Ingensiep, Richard Hoppe-Sailer (Hg.): Natur-Stücke. Zur Kulturgeschichte der Natur. Ostfildern 1996, S. 167-182.

1995
Ein Phänomen des Übergangs? Zur Feminisierung der Stadt in der Frauengeschichtsschreibung. In: Beiträge zur Volkskunde in Baden-Württemberg. 6. Bd. Stuttgart 1995, S. 235-245.

1992
Schritte im Freien - freie Schritte? Bewegungsräume bürgerlicher Frauen um 1800. In: Bettina Heinrich u. a. (Hg.): Gestaltungsspielräume. Frauen in Museum und Kulturforschung. Tübingen 1992, S. 276-287.

Das Picknick, der Spaziergang und die Landpartie. Zu den Anfängen einer bürgerlichen Ausflugskultur. In: Thomas Brune (Hg.): Ins Grüne. Ausflug und Picknick um 1900. Stuttgart 1992, S. 17-26.

Vorträge
(Auswahl)
2010
Das Veto der Dinge. Zur Analyse materieller Kultur. Vortrag an der Universität zu Köln, Internationales Kolleg Morphomata, Genese, Dynamik und Medialität kultureller Figurationen, Mai 2010.

Eine Kulturgeschichte des Spaziergangs: Stadt- und Naturlandschaften in der Kunst um 1900. Vortrag Bentlager Kultursalon, Museum Kloster Bentlage, Mai 2010.

The Veto of Things. Vortrag auf der Tagung "Objects of Energy Cosumption: Using Material Culture as Source for an Environmental and Consumption-Oriented History of Technology", BMBF-Projekt "Objekte des Energiekonsums", Deutsches Museum/TU München, Februar 2010.

2009
Überreste: Das Veto der Dinge. Vortrag auf der Tagung "Die Materialität der Erziehung - Zur Kultur- und Sozialgeschichte pädagogischer Objekte", Jahrestagung der Sektion Historische Bildungsforschung in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, Deutsches Literaturarchiv Marbach am Neckar, September 2009.

Die Weiblichkeit der Dinge. Vortrag auf der Tagung "Dinge - Kultur - Geschichte"; Arbeitsstelle für kulturgeschichtliche Studien der Universität der Künste Berlin & Institut für Kulturwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin, Mai 2009.

Müll-Archäologie: Über die wissenschaftliche Beschäftigung mit Müll. Vortrag am Seminar Hartmut Böhme, Kulturwissenschaftliches Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin: Kulturgeschichte, Theorie und Ästhetik des Mülls, Februar 2009.

Kolloquium WiSe 08/09, "Lauter Einzelsachen", Ludwig-Uhlan-Institut, Universität Tübingen, Januar 2009; Vortrag: Diderots Hausrock. Das textile Feld der materiellen Kultur.

2008
Verkehrsformen der Dinge: Warenhaus und Museum um 1900. Vortrag im Rahmen der internationalen Konferenz der Humboldt-Universität zu Berlin und der University of California,
Riverside: "Der Code der Leidenschaften. Fetischismus in den Künsten", Hamburger Bahnhof, Oktober 2008.

Der Auftritt der Waren und die Strategien des Zeigens. Vortrag auf der internationalen Tagung Warenästhetiken. Literatur, Kunst, Konsumkultur", Universität Frankfurt/Main, Oktober 2008.

Orte und Gefühle: Zur Kulturgeschichte des Spaziergangs. Vortrag auf der internationalen Tagung "Gut zu Fuß - Die Spaziergangswissenschaft" veranstaltet vom Umweltdezernat der Stadt Frankfurt/Main, September 2008.

Bilden oder ausbilden? Universitäre Perspektiven der Museumsberatung. Vortrag auf der Tagung "Museumsberatung - Chancen, Möglichkeiten und Grenzen" im Bildungszentrum Kloster Banz, Mai 2008.

2007
Das Geschlecht der Dinge. Vortrag auf der Tagung "Das Gebot der Dinge - Geschlechterrollen im Spiegel von textilen Objekten der Alltagskultur" an der Universität Osnabrück, Fachbereich 2, Textiles Gestalten, November 2007.

Tagungsorganisation
"Mode als Moderne. Konjunkturen wissenschaftlicher Aufmerksamkeit". Eine interdisziplinäre Tagung der Volkskundlichen Kommission für Westfalen in Zusammenarbeit mit dem Seminar für Kulturanthropologie des Textilen an der Technischen Universität Dortmund (zusammen mit Gabriele Mentges).
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"Die Materialität der Erziehung: Zur Kultur- und Sozialgeschichte pädagogischer Objekte". Jahrestagung in Kooperation mit der Sektion Historische Bildungsforschung in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft 2009.
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Forschung
Forschungsprojekt (Februar 2012 bis Januar 2015, finanziert durch die Volkswagen Stiftung, in Kooperation mit dem Franziskanermuseum Villingen-Schwenningen): "Das Unsichtbare und das Sichtbare. Zur musealen Herstellung von Region".
DoktorandInnen
Nathalie Dimic:
Beruf, Blick und Bild. Eine kulturelle Professionsgeschichte der Photographin (Arbeitstitel)

Marie Helbing:
Die Inszenierung der Mode. Die Geschichte der Berliner Modenschau (Arbeitstitel)

Helene Huith:
Die Kleider der Religion. Vestimentäre Wissenspraktiken einer religiösen Minderheit in Deutschland (Arbeitstitel)

Zuzanna Papierz ››:
Der weiße Kittel: Wissenschaftsrepräsentation zwischen Labor und Museum (Arbeitstitel)

Jan C. Watzlawik ››:
Symbolische Dingpolitiken. Sachen im Kontext öffentlichen Auf/Begehrens (Arbeitstitel)

Claudia Wisniewski:
Kunstvolle Umhüllungen. Die bedruckten Kleiderstoffe der Krefelder Verseidag, 1920-1980. (Arbeitstitel)